Schon als Jugendlicher hörte Wagner vom Goetheanum-Bau und von dessen Zerstörung durch einen Brand zu Neujahr 1922/23. 1926 kam er mit Freunden zu einem Kurzbesuch nach Dornach, doch aus dem beabsichtigten Aufenthalt von einer Woche wurde ein lebenslanger Aufenthalt von über 73 Jahren. Rund um das noch unvollendete zweite Goetheanum-Gebäude fand er eine aktive, strebsame Gemeinschaft, mit der er sich eng verbunden fühlte.
Von Anfang an vertiefte sich Gerard Wagner in die verschiedenen künstlerischen Impulse, die Rudolf Steiner angestoßen hatte. Zusammen mit einer intensiven Beschäftigung mit der Anthroposophie bildete dies die Grundlage für seine eigene Malerei.
Wagners Bilder wurden erstmals in den frühen 1940er Jahren am Goetheanum und danach in verschiedenen Ländern ausgestellt. Die international bedeutendste Schau zu seinen Lebzeiten fand 1997 im Menshikov-Palast, einem Flügel der Eremitage in St. Petersburg, statt.
Dies ist die erste umfassende Biographie des Malers Gerard Wagner (1906–1999), dessen Leben und Werk eng mit der künstlerisch-geistigen Strömung um das Goetheanum in Dornach verbunden war.







