Ein eigener, geradezu eigensinniger Weg
Michael Bockemühl

Alberto Giacometti

Band 19 der Edition "Kunst sehen"

16,80

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„Das Abenteuer, das große Abenteuer besteht darin, in ein und demselben Gesicht jeden Tag etwas Unbekanntes hervortreten zu sehen. Das ist großartiger als alle Reisen rund um die Welt.“ – Alberto Giacometti

Michael Bockemühl lädt uns mit seinem Vorlesungszyklus KUNST SEHEN dazu ein, „von vorne anzufangen“ und unsere von Begriffen verstellte Sicht freizulegen: „Die Zuschauer sollen ihren eigenen Augen trauen und ihren Blick für die Formen der Kunst schärfen, ohne sie gleich in Begriffe zu zwängen.“

In seiner Vorlesung zu Alberto Giacometti zeigt uns der Kunstwissenschaftler und Wahrnehmungsforscher von der Universität Witten/Herdecke, wie sich dieser Künstler immer mehr von den Konventionen und Erwartungen seiner Zeit befreite und in der Essenz seiner Arbeit überhaupt nichts von seinem künstlerischen Umfeld angenommen hat, sondern „einen so eigenen, geradezu eigensinnigen Weg gegangen ist, dass er heute zwar hoch bewundert wird, aber letztlich immer wieder als ein Fremder vor uns steht.“

„In künstlerischer Hinsicht bin ich noch ein Kind, das sein ganzes Leben vor sich hat, um zu entdecken und zu schaffen. Ich will etwas, aber ich werde nicht wissen, was es ist, bis ich es geschafft habe.“ – Alberto Giacometti

Statt Antworten auf die von Giacomettis Kunstwerken provozierten Eindrücke und Fragen zu geben, führt uns Bockemühl eine Umgangsweise mit Kunst vor Augen, die es ermöglicht, eigene Entdeckungen zu machen. So hören wir in seiner Vorlesung keine Interpretationen der Werke, sondern erhalten Hinweise darauf, wie sie angeschaut werden können.

„Man kann nur weiterkommen, indem man scheitert. Je mehr man scheitert, desto weiter kommt man voran. Wenn man wirklich nicht mehr weiterweiß, wie man das Modelliermesser halten soll, dann kann man weiterkommen.“ – Alberto Giacometti

Die Edition „Kunst sehen“

Diese auf 20 Bände ausgelegte Edition geht auf eine viel beachtete öffentliche Vorlesungsreihe zurück, die Professor Michael Bockemühl Anfang der 1990er Jahren im Saalbau Witten hielt. In seinen Diavorträgen nimmt der Redner gemäß seinem Credo: „Der Künstler ermöglicht, was der Anschauende verwirklicht“ sein Publikum gleichsam bei der Hand und führt es zu den einzelnen Kunstwerken hin. Dabei werden weder Spekulationen über ihre möglichen Bedeutungen angestellt, noch abstrakte Theorien über das Sehen geschmiedet, vielmehr feiert der Autor ein „Fest für das Auge“: Mit Witz und methodischer Konsequenz versteht es der passionierte Wahrnehmungsforscher die Aufmerksamkeit auf die durch nichts anderes als durch das Kunstwerk eröffneten Anschauungsmöglichkeiten zu lenken.

Die Bände werden herausgegeben von Dr. phil. David Hornemann v. Laer (Zentrum Studium fundamentale) in Zusammenarbeit mit Birgit Bockemühl sowie Studierenden an der Universität Witten/Herdecke.


Die Reihe „Kunst sehen“ kann zu einem vergünstigten Preis pro Band (€ 14,80) im Abonnement bezogen werden. Das Abonnement können Sie auf unserer LandingPage KUNST SEHEN bestellen.


Michael Bockemühl war Kunstwissenschaftler, Hochschullehrer, Vortragsredner und Berater großer Unternehmen. In jüngeren Jahren war er als Waldorf- und Sonderschullehrer tätig, später bei der GLS Bank in Bochum. Ab 1985 arbeitete der vierfache Familienvater eine Zeit lang als Kulturmanager für die Anthroposophischen Gesellschaft, bevor er 1990 an die Universität Witten/Herdecke berufen wurde.

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