Sind Flüsse bloße Materie und Ressource für Menschen und Tiere? Keineswegs, sagt Robert Macfarlane: Sie sind eigenständige Lebewesen mit Rechten. Flüsse sollen frei von Verschmutzung fließen – und ein gesundes, von Menschenhand ungestörtes Ökosystem entwickeln dürfen.

Mit diesem radikalen Konzept nimmt uns Macfarlane in seinem neuen Buch mit auf eine globale Reise, die unser Bewusstsein verändern wird.
„Dieses Buch erkundet den weltverändernden Gedanken, dass Flüsse Lebewesen sind. Es lässt uns Geschichten, Menschen, Orte und Zukünfte dieser und ähnlicher Ideen entdecken, etwa, dass ein Wald denkt oder ein Berg sich erinnert. Es fragt danach, was passiert, wenn wir Flüsse ernsthaft als lebende Wesen anerkennen. Was würde dieses Verständnis für Politik und Gesetzgebung bedeuten? […]
Wir werden in diesem Buch drei Landschaften bereisen. Zuerst einen ecuadorianischen Nebelwald, den Los Cedros (»Zedernwald«), in dem das Quellgebiet des Río Los Cedros (»Fluss der Zedern«) liegt. Dann die versehrten Bäche, Lagunen und Buchten der Wasserstadt Chennai in Südostindien. Und zuletzt die Weite von Nitassinan, der Heimat der Innu, durch die der Mutehekau Shipu verläuft, auch bekannt als Magpie River, bis er sich knapp tausend Kilometer nordöstlich von Montréal in den Sankt-Lorenz-Golf ergießt.“
Eine starke Empfehlung von Christian Boettger (früher Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen):
Robert Macfarlane hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen. Und es ist ein intensives Leseerlebnis! Sorgfältig recherchiert und persönlich zutiefst engagiert führt er die Leser:innen zu eindringlichen Begegnungen mit dem unbändigen Lebenswillen von drei Flüssen. Und mit Menschen, die grundlegend mit diesen Flüssen und ihren Landschaften verbunden sind. Flüsse sind das Lebenselixier der Menschheit und so lohnt es sich nach Jahrzehnten der Missachtung ihrer Lebenssphären nun endlich, unsere Verhaltensweise zu verändern. Es scheint der richtige Weg zu sein, Flüssen ein Lebensrecht in den Verfassungen der einzelnen Länder zu sichern, wie es in Australien oder Ecuador bereits geschehen ist.






