In dieser Sammlung vereint Stefan Brotbeck eine Auswahl von Aphorismen, die teils leichtfüßig-grazil, teils handfest-direkt daherkommen. Immer für eine überraschende Wendung gut und immer sprachlich solide und gediegen formuliert.
Mehr sprachliche Verdichtung ist kaum möglich. Aphorismen sind Kerne galaktischer Systeme, kommen aber harmlos daher, um sich erst einem liebevoll zugewandten Interesse allmählich zu offenbaren. Ganze Romane und Essays ließen sich daraus entwickeln und die aktive schöpferisch-phantasievolle Lektüre entdeckt andauernd neue Facetten und Lesemöglichkeiten dieser Miniaturen des Denkens.
Aus dem Inhalt:
- Wären Vernunft und Sinn tatsächlich nur Illusionen, könnten wir uns über sie keine machen.
- Was können und was tun Menschen im Unterschied zu Maschinen? Können und Tun.
- Es wäre kein schlechter Anfang, wenn die, die über das Aufhören reden, damit anfangen würden.
- Es gibt keine Krise der Gegenwart, sie sich ohne Geistesgegenwart zum Guten wendet.
- Trägheit scheut keine Anstrengung, es zu bleiben.
- Zukunftsfähig klingt gut, aber sind wir denn schon gegenwartsfähig?
- Alt wird man, wenn man feststellt, dass man jung bleiben möchte. Sinnvoller wäre es, alt bleiben zu wollen, um jung zu werden.
- Wenn ich will, was ich richtig finde, bin ich wunschfrei.






