Das Märzheft 2026 ist dem Thema Glaubwürdigkeit gewidmet. Dabei geht es auch darum, wie glaubwürdig religiöse Inhalte sind. Ein Beispiel: Was ist die Voraussetzung dafür, dass ich an die Auferstehung glauben kann? Woher nehme ich mein Vertrauen, eine Welt ewigen Lebens für möglich zu halten?
Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer betonte, wie wichtig es für den Glauben an die Auferstehung ist, sich zuerst mit dem Leiden und Sterben Jesu Christi zu verbinden, mit seinem schmählichen Tod am Kreuz. Dass wir sterben werden, wissen wir, aber das auch Gott gestorben ist, dass das Sterben Christi am Kreuz ein Bestandteil unseres Glaubens und sogar unserer Nachfolge sein soll, das könnte unser Verhältnis zum Tod selbst verändern.
Den Tod Christi anzunehmen kann bedeuten, dass wir auch mit seiner Überwindung des Todes verbunden werden. Aber es ist immer auch der Versuch eines Glaubens an das Unbegreifliche, der Vorschuss eines Vertrauens, das einem wieder abhanden kommen kann. Dietrich Bonhoeffer hat diese Spannung in folgende Worte gefasst: Christus ist nicht in die Welt gekommen, dass wir ihn begriffen, sondern dass wir uns an ihn klammern, dass wir uns einfach von ihm hineinreißen lassen in das ungeheure Geschehen der Auferstehung. Dass wir uns einfach sagen lassen, in seiner ganzen Unbegreiflichkeit sagen lassen: Ihr seid gestorben – und doch seid ihr auferstanden! Ihr seid im Dunkel – und doch seid ihr im Licht. Ihr habt Angst – und doch könnt ihr euch freuen. Haarscharf nebeneinander dies gänzlich Unvereinbare; haarscharf nebeneinander, so wie eben die beiden Welten, unsere Welt und die Welt Gottes, haarscharf nebeneinander sind.[1]
Die Nähe des scheinbar Unvereinbaren – von Schwäche und Stärke, von Tod und Leben – sie ist es gerade, die uns etwas vielleicht widersprüchlich, aber gerade darum glaubwürdig macht.
[1]Dietrich Bonhoeffer: Ökumene, Universität, Pfarramt 1931-1932, DBW Band 11, Seite 452 f.








