Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Rewilding ihres Anwesens beschreiben hier Praktiker, wie und was jede/r zum Rewilding beitragen kann: auf größeren Landflächen, im eigenen Garten oder im Blumenkasten. Dabei geht es um die Schaffung von Lebensräumen für die Artenvielfalt und die Bereitstellung von Entfaltungsräumen, in denen die Regenerationskräfte der Natur zum Tragen kommen.
Nur diese Kräfte allein können für unser Überleben als Menschheit sorgen, und sie sind ungleich preiswerter und wirkungsvoller als menschliches Management, brauchen aber Raum und Unterstützung. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Buch.


Es spricht sich herum: „Biodiversität ist die Grundlage für Sicherheit, Gesundheit und Wohlstand“. Artenvielfalt ist eine Jahrhundertaufgabe, und sie zu erhalten und wiederherzustellen, ist viel einfacher, als die meisten für möglich halten: Weil wir dafür eine unschlagbare Verbündete haben: die Natur selber.
Als Isabella Tree und Charlie Burrell ihr landwirtschaftliches Anwesen nach und nach der Natur überließen, waren nicht nur sie, sondern auch die Wissenschaft erstaunt, wie rasch sich natürliche Prozesse wiedereinstellten. Aus einem Verlustbetrieb wurde ein florierendes Ökotourismus-Unternehmen, das heute als Vorbild für Rewilding-Projekte in ganz Europa dient.


Anders als beim herkömmlichen Naturschutz, werden im Rewilding der Natur Raum und Hilfestellungen gegeben, anstatt ihr Vorgaben zu machen. Grundlage ist das Vertrauen, dass die Natur am besten weiß, wie sie sich regeneriert. Und weil dies durchaus nicht zurück zu einem „Urzustand“ führt, sondern einen dynamischen Prozess einleitet, der zu neuen Habitaten führt, haben die Autoren das rückwärtsgewandte „Re“« beim Rewilding weggelassen. Beim „Wilding“ entstehen Lebensräume, die sich den wandelnden Klimaverhältnissen und den Veränderungen durch menschliche Eingriffe anpassen und so der Biodiversität auf Dauer Raum und Sicherheit verschafft.
Die Verwilderung steht dabei durchaus nicht im Gegensatz zur Landnutzung durch den Menschen, sondern kann der Landwirtschaft ebenso von Nutzen wie der Gesundheit von Menschen in Stadt und Land förderlich sein.







